Auf den Boden kommt es an
Neben Nährstoffen brauchen Pflanzen vor allem Wasser und Luft. Beides liefert nur ein Boden mit stabiler Krümelstruktur. Der Fachmann spricht auch von Bodengare. Leichte, sandige, aber auch schwere, zu Staunässe neigende Böden weisen eine für das Pflanzenwachstum ungenügende Krümelstruktur auf.
Mit Günther Rinderdung, einem reinen Humusprodukt, können zu schwere Böden durchlässiger gemacht werden, bei leichten Böden verbessert sich die Wasser- und Nährstoffhaltefähigkeit.
Anwendung
Wenn im Herbst die Beete geräumt sind, wird ca. 200 g Rinderdung pro m2 beim Umgraben spatentief eingearbeitet. Bei sterilen Böden, wie wir sie oft bei Neubauten finden, können vor der Anlage des Gartens bis zu 500 g pro m2 zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingearbeitet werden.
Kalk ist kein Dünger, aber ohne Kalk sind Dünger nur die Hälfte wert.
Der Kalkgehalt des Bodens ist ausschlaggebend für den pH-Wert. Viel Kalk führt zu alkalischen, wenig Kalk zu sauren pH-Werten. Je nach Anspruch der Gartenpflanzen (siehe Tabelle) und vorliegendem pH-Wert (zu ermitteln durch die Bodenanalyse) muß gekalkt werden oder nicht.
Grundsätzlich ist Kalkmangel (niedrige pH-Werte) kritischer zu beurteilen als Kalküberschuss (zu hohe pH-Werte). Bei Kalkmangel können die Pflanzen die wichtigsten Nährstoffe, wie Stickstoff, Phosphor und Kalium nicht in ausreichender Menge aus dem Boden aufnehmen.
Kalkung
Je nach pH-Wert und Anspruch der Kultur sind 50 bis 150 g Naturkalk je m2 und Jahr zu streuen. Die regelmäßige Zufuhr von Kalk schafft günstige Vorraussetzungen für das Bodenleben, stabilisiert die Krümelstruktur und erhält die Bodenfruchtbarkeit.
Pflegetipp
Branntkalk oder Löschkalk kann Ätzschäden an Pflanzen hervorrufen. Von einer Anwendung im Pflanzenbestand ist deshalb abzuraten. Bei zu hohen pH-Werten mit Regenwasser gießen, kalkhaltige Dünger meiden und reinen Torf einarbeiten!
Ein Bodentest gibt Sicherheit
Der sichere Weg zum schöneren Garten! Gezielte Düngung ist nur möglich, wenn die Bodenbeschaffenheit einigermaßen bekannt ist, was beim Hobbygärtner nur selten der Fall ist. Dies kann in vielen Fällen zu Fehlern bei der Düngung führen. Hier hilft die vielfach bewährte R1-Bodenanalyse,

